Was sind Federwegbegrenzer?

Wie der Name es schon andeutet, begrenzt der Federwegbegrenzer den Federweg. Dies dient dazu, dass ein Schleifen des Rades im Radhaus vermieden wird. Man findet die Federwegsbegrenzer nicht nur bei tiefergelegten Autos, sondern auch bei Serienfahrzeugen, da auch dort ein Schleifen vermieden werden soll. Die Form und das Aussehen fällt sehr unterschiedlich aus, wobei das Material fast immer aus Gummi besteht und den verschiedenen Fahrwerken angepasst ist.

Selbsteinbau von Federwegsbegrenzer

Den Einbau der Federwegsbegrenzer kann in den meisten Fällen selbst vorgenommen werden. Dabei ist zu beachten, ob die Begrenzer auf die Kolbenstange (Stoßdämpfer) geclipst, oder oben aufgesetzt werden müssen. Bei dem Fall, dass die Federwegsbegrenzer von oben auf die Kolbenstange gesetzt werden müssen ist es unvermeidbar, die Kolbenstange vom Domlager zu lösen. Ist ein Federwegbegrenzer allerdings zum Clipsen gedacht, muss das Fahrwerk ausgefedert sein, damit dieser zwischen Feder und Kolbenstange eingeclipst werden kann.

Wann sind Federwegsbegrenzer sinnvoll?

Federwegbegrenzer sind dann sinnvoll, wenn ein Fahrzeug tiefergelegt werden soll. Da der Federweg durch das Tieferlegen einen kürzeren Federweg bekommt, kann es schnell passieren, dass die Räder in den Radhäusern schleifen. In den meisten Fällen, ist ein schleifen im unbeladenen Zustand des Fahrzeuges nicht vorhanden. Belädt man sein Auto jedoch, fängt das Schleifen der Räder im Radhaus in vielen Fällen erst an.

Federwegbegrenzer dienen nicht nur zum Unterdrücken der Geräuschkulisse, also des Schleifgeräusches, sondern vor allem tragen sie zur Verschleißminderung und Sicherheit bei. Das Schleifen eines Rades im Radhaus verursacht nicht nur Gummiabrieb am Reifen, es wird ebenfalls das Radhaus “blank” geschliffen. Dadurch kann die Karosserie schneller rosten und den Reifen durch Metallsplitter oder anderen Dingen zum Platzen bringen. Genauso kann der Reifen durch die schnelle Abnutzung während der Fahrt kaputt gehen. Das Resultat sind Extrakosten und im schlimmsten Fall ein Unfall.

Was sagt der TÜV dazu?

Da Federwegsbegrenzer bereits standardmäßig in den meisten Fahrzeugen verbaut sind und ebenfalls der Sicherheit dienen, sind diese auch vom Eintragen beim TÜV nach dem eigenen Einbauen befreit. Einige Hersteller bieten dennoch eine ABE zu den Begrenzern an, um beim TÜV oder einer Polizeikontrolle auf Nummer sicher zu gehen.

Möchte man die Begrenzer in Kombination mit größeren oder breiteren Rädern montieren, weil die Räder nicht mehr in den Radkasten passen, dann wird der TÜV eine Eintragung der neuen Räder nicht vornehmen. Der Grund dafür ist, dass eventuell das Schleifen am Radhaus vermieden wird, die Räder aber dennoch über den Radkasten rausschauen.

Der TÜV kann den Einbau von Federwegsbegrenzern allerdings auch dann als unzulässig erklären, wenn dadurch das Auto nicht mehr auf dem Stoßdämpfer liegt, sondern auf den Begrenzern. Dies ist dann der Fall, wenn zu viele von den Federwegsbegrenzern auf dem Stoßdämpfer montiert sind.

Wann machen Federwegsbegrenzer Sinn? TÜV?
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