VW-Aktionäre verklagen Porsche in den USA wegen Dieselgate-Skandal

FRANKFURT – Der Porsche SE, dem größten Aktionär von Volkswagen, droht eine Klage in den Vereinigten Staaten wegen Ansprüchen im Zusammenhang mit dem Diesel-Abgasskandal des Autobauers.

Die Klage, die im April beim Supreme Court des Bundesstaates New York eingereicht wurde, richtet sich gegen die Porsche SE sowie gegen ehemalige Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats von Volkswagen, so die Porsche SE in ihrem Halbjahresbericht.

Die Porsche SE, die 31,4 Prozent an Volkswagen hält, nannte die Kläger nicht und bezifferte mögliche Ansprüche nicht, da die Klage noch nicht zugestellt worden sei.

“Die Kläger behaupten, Aktionäre der Volkswagen AG zu sein und machen mit ihrer Klage angebliche Ansprüche der Volkswagen AG im Namen der Volkswagen AG geltend”, so die Porsche SE.

Die Klage ist das jüngste Kapitel in der “Dieselgate”-Saga, seit Volkswagen im September 2015 zugab, illegale Software zur Manipulation von Abgastests bei Dieselmotoren eingesetzt zu haben. Der Skandal hat den Autohersteller bisher mehr als 32 Milliarden Euro (38 Milliarden Dollar) an Gebühren, Geldstrafen und Prozesskosten gekostet.

Volkswagen und die Porsche SE sind im Zusammenhang mit der Krise bereits mit Aktionärsklagen in Höhe von 4,1 Milliarden Euro konfrontiert, aber es könnte Jahre dauern, bis sie beigelegt sind.

Im vergangenen Monat stimmten die Aktionäre von Volkswagen einem Vergleich zu, mit dem Ansprüche gegen vier ehemalige Führungskräfte, darunter der langjährige Vorstandsvorsitzende Martin Winterkorn, im Zusammenhang mit der Krise beigelegt werden.

Video zum Thema:

Siehe auch  Bitte, geben Sie allen Autos ausfahrbare Sonnenblenden