Volkswagen ID.Life gibt einen Ausblick auf die hochfahrende EV-Zukunft des Stadtautos€

Volkswagen hat auf der Auto Show 2021 in München eine Studie namens ID.Life vorgestellt. Das Konzept ist vor allem für den europäischen Markt gedacht und gibt einen Ausblick auf einen Crossover der Einstiegsklasse, der am unteren Ende der ID-EV-Palette angesiedelt sein wird.

Abgesehen von der Tatsache, dass es eines der wenigen wirklich neuen Autos ist, die auf der Messe gezeigt werden, zeichnet sich der ID.Life durch ein freundliches Außendesign aus, das kaum mehr als ein Volkswagen-Emblem mit anderen Mitgliedern der Produktpalette des Unternehmens teilt. Er richtet sich an jüngere Käufer und wurde von einem Team relativ junger Ingenieure und Designer entworfen. Er verfügt über LED-Beleuchtung an beiden Enden, einen ungewöhnlich langen Radstand und ein abnehmbares Dach, dessen Motiv individuell gestaltet werden kann.

Der Softroader ist 161,6 cm lang, 72,6 cm breit und 63 cm hoch. Damit ist er über 14 cm kürzer als der Taos (der kleinste in den USA verkaufte Crossover von Volkswagen), aber fast genauso breit und hoch. Er hat eine Bodenfreiheit von 7,5 Zoll und einen Anfahr- und Abfahrwinkel von 26 bzw. 37 Grad. Er ist kein Geländewagen, aber er sollte abseits des Asphalts besser zurechtkommen als ein durchschnittliches Stadtauto.

Im Innenraum kann der Benutzer wählen, ob der Life ein Auto, eine Spiele-Lounge oder ein Kino sein soll. Unter der Windschutzscheibe ist ein 34-Zoll-Bildschirm versteckt, auf dem Spiele gespielt oder Filme angeschaut werden können, obwohl das Konzept geparkt werden muss; es ist in keiner Weise autonom. Die Sitze sind verstellbar, so dass sich die Passagiere zurücklehnen, entspannen und die Show genießen können. Alternativ lassen sich beide Bänke flach zusammenklappen, um den Life in ein großes Campingzelt zu verwandeln.

Volkswagen hat den ID.Life auf seiner MEB-Plattform gebaut, auf der auch eine Reihe von Fahrzeugen wie der ID.4 und die kommende Serienversion des ID.Buzz basieren, aber das Konzept fährt auf einer überarbeiteten Version der Architektur mit Frontantrieb. Die anderen MEB-basierten Fahrzeuge sind entweder heck- oder allradgetrieben. Der Antrieb erfolgt über einen einzigen Elektromotor, der mit einem 62-Kilowattstunden-Lithium-Ionen-Akkupack verbunden ist. Er schickt 234 PS und ein Drehmoment von 214 Pfund an die Vorderräder. Die maximale Reichweite beträgt nach dem in Europa verwendeten WLTP-Testzyklus (der optimistischer ist als der in Amerika von der EPA verwendete Testzyklus) 249 Meilen.

Obwohl sich der ID.Life noch im Konzeptstadium befindet, ist er bereits auf dem besten Weg zur

Produktion. Er wird zwischen 20.000 und 25.000 Euro (rund 23.800 bzw. 29.700 Euro) kosten, wenn er 2025 in ausgewählten Märkten in den Verkauf geht. Er könnte ID.2 heißen, ein Name, der darauf hindeutet, dass er unterhalb der ID.3 Schräghecklimousine

angesiedelt ist, obwohl noch nichts offiziell ist. Wir wissen jedoch bereits, dass der ID.Life aufgrund seiner geringen Größe nicht in den Vereinigten Staaten verkauft werden wird.

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