Studie zeigt, dass aus Erdgas hergestellter Wasserstoff schmutziger ist als die direkte Verbrennung des Erdgases

Wasserstoff gilt seit langem als alternativer Kraftstoff, der dazu beitragen könnte, die Emissionen von Autos, Lastwagen, Flugzeugen und anderen Verkehrsmitteln zu verringern. Eine neue Studie zeigt jedoch, dass die Art und Weise, in der wir in den Vereinigten Staaten Wasserstoff herstellen, der Umwelt möglicherweise mehr schadet als nützt.

Bevor wir uns mit der Studie befassen, ist es wichtig zu wissen, dass die Schlagzeileder New York Times“For Many, Hydrogen Is the Fuel of the Future. New Research Raises Doubts” kann verwirrend sein, wenn man nicht den ganzen Artikel liest. Das liegt daran, dass nicht Wasserstoff, sondern Erdgas der Übeltäter ist. Und leider ist Erdgas, das immer noch ein fossiler Brennstoff ist, die wichtigste Methode zur Herstellung von Wasserstoff in den Vereinigten Staaten.

Der so genannte “blaue Wasserstoff” erfordert die Verbrennung von Erdgas, um Wasser in Wasserstoff- und Sauerstoffmoleküle aufzuspalten, die dann z. B. in Wasserstoff-Brennstoffzellenantrieben verwendet werden können.

Laut einer neuen Studie, die in der Zeitschrift Energy Science & Engineering veröffentlicht wurde, entstehen bei der Förderung von Erdgas erhebliche Mengen an Kohlendioxid. Darüber hinaus wurde in der Studie festgestellt, dass bei der Erdgasförderung bis zu 3,5 % des Gases in die Atmosphäre entweichen, wovon ein erheblicher Teil Methan ist. Schätzungen zufolge ist Methan in Bezug auf den Treibhauseffekt 86-mal wirksamer als Kohlendioxid. Natürlich gibt es auch bei dieser Zahl Nuancen, die von der Zeit und der Quelle abhängen.

Aus der Studie von Energy Science & Engineering geht hervor, dass es aufgrund dieser bisher unbekannten Zahlen weniger umweltschädlich wäre, das Erdgas direkt zu verbrennen, anstatt es in blauen Wasserstoff umzuwandeln.

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Während viele Energieunternehmen aufgrund von Investitionen in Erdgasminen für Wasserstoff als alternativen Kraftstoff werben, wäre es weitaus umweltfreundlicher, wenn Wasserstoff mit Hilfe von Solarenergie oder anderen Formen erneuerbarer Energie hergestellt würde. Diese Art von Wasserstoff wird als grüner Wasserstoff bezeichnet.

Die Herstellungsmethoden können zum Teil erklären, warum einige Autohersteller so unterschiedliche Ansichten über alternative Kraftstoffe haben. Toyota zum Beispiel hat sich bei seiner Wasserstoffforschung ziemlich stur gestellt, während in den Vereinigten Staaten batterieelektrische Fahrzeuge auf dem besten Weg zu sein scheinen, die ICEs.

Als Autoblog mit Toyota über den kürzlich mit Wasserstoff betriebenen Corolla-Rennwagen mit leicht modifiziertem GR Yaris-Motor sprach, erklärten uns die Ingenieure, dass in Japan Wasserstoff mit Strom aus Kernkraftwerken und fossilen Brennstoffen hergestellt wird, was ihn etwas sauberer macht als die amerikanische Erdgasmethode. Der Corolla-Rennwagen hingegen verwendete grünen Wasserstoff, der ausschließlich durch Solarenergie erzeugt wurde, und war somit insgesamt sauberer als ein Elektrofahrzeug.

Außerdem sind einige Fahrzeugtypen besser für Wasserstoff geeignet. Wasserstoff lässt sich wie Benzin schnell auftanken, was bedeutet, dass z. B. Lkw im Fernverkehr weniger Stillstandzeiten benötigen, als sie es zum Aufladen bräuchten. Flugzeuge hingegen können das Gewicht schwerer Batteriepakete nicht tragen und werden wahrscheinlich irgendwann auf grünen Wasserstoff als Kraftstoff umsteigen.

In jedem Fall ist es wichtig zu betonen, dass nicht der Wasserstoff selbst das Problem ist. Es geht um das Erdgas und die Tatsache, dass es die wichtigste Methode zur Herstellung von Wasserstoff in den Vereinigten Staaten ist.