Porsche macht den ersten Spatenstich für eine Anlage zur Herstellung von bahnbrechendem synthetischem Kraftstoff€

Porsche und seine internationalen Partner haben mit dem Bau der Fabrik begonnen, die ab 2022 einen neuen synthetischen Kraftstoff herstellen soll. Die Anlage im Süden Chiles wird Kraftstoff für Rennwagen, Sportwagen wie den 911 und Oldtimer

herstellen.

Die Herstellung von synthetischem Kraftstoff ist ein äußerst komplexer und hoch innovativer Prozess. Nach Angaben des Unternehmens spalten Elektrolyseure mit Hilfe von Windkraft Wasser in Sauerstoff und Wasserstoff

auf. Deshalb befindet sich die Anlage in Chile, einem der zuverlässigsten Windgebiete der Welt. Das CO2 wird dann aus der Luft gefiltert und mit dem Wasserstoff zu synthetischem Methanol verbunden, das wiederum in Kraftstoff umgewandelt wird, der in einem Kolbenmotor verbrannt werden kann.

Porsche sieht den synthetischen Kraftstoff als nicht-elektrifizierte Alternative zu Benzin in Märkten, in denen sogenannte Green-Deal-Vorschriften versuchen, den Verbrennungsmotor in den kommenden Jahren zu verbieten. “Unsere Ikone, der 911

, ist für den Einsatz von eFuels besonders geeignet. Das gilt aber auch für unsere beliebten historischen Fahrzeuge”, sagte Porsches Entwicklungsleiter Michael Steiner. Er fügte hinzu, dass etwa 70 Prozent der von Porsche gebauten Fahrzeuge immer noch auf der Straße sind.

Theoretisch sind für den Betrieb eines Fahrzeugs mit dem synthetischen Kraftstoff von Porsche keine mechanischen Änderungen erforderlich. “Unsere Kraftstoffspezifikationen entsprechen genau den bestehenden, so dass man diesen Kraftstoff in einem 993 verbrennen könnte, ohne den Motor zu beschädigen und ohne mechanische Anpassungen vorzunehmen”, sagte Steiner gegenüber Hagerty

. Die Sache hat einen Haken: Er wird nicht billig sein. Wenn er in Europa ankommt, wo er von ExxonMobil vertrieben wird, könnte er je nach Steuern etwa 2 € pro Liter kosten. Das sind nach dem derzeitigen Umrechnungskurs etwa 9 Dollar pro Gallone und damit mehr, als selbst die meisten Norweger im Jahr 2021 für Benzin bezahlen.

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Porsche wird im Jahr 2022 mit der Herstellung von synthetischem Kraftstoff beginnen und plant insbesondere, die Rennwagen der Mobil 1

Supercup-Serie damit zu betanken. Die Anlage wird 2022 etwa 34.000 Gallonen des Kraftstoffs produzieren. Läuft

alles nach Plan, wird die Jahresproduktion bis 2024 auf etwa 14,5 Millionen Gallonen und bis 2026 auf rund 145 Millionen Gallonen ansteigen.