Oft werden Spurplatten für die Spurverbreiterung mit einer ABE angeboten und suggerieren somit, dass sie eintragungsfrei sind.
Jedoch ist dies ein Irrglaube, da Spurplatten von namenhaften Herstellern fast immer mit einem Teilegutachten kommen.
Das macht die Untersuchung beim TÜV oder einer andere Prüforganisation unerlässlich.
Der Prüfer prüft in diesem Fall dann nicht die Qualität der Platten sondern ob die Montage korrekt ausgeführt und alle Bestimmungen eingehalten wurden.
Trotz der ABE wird auch die Verkehrssicherheit vom Fahrzeug mit der Spurverbreiterung geprüft.
Nach der Bestandenen Überprüfung erhält man ein “Prüfzeugnis”.
Dieses muss man nun nur noch bei der Zulassungsstelle in die Zulassungsbescheinigung Teil I. (Fahrzeugschein) eintragen lassen.

Was ist, wenn kein Teilegutachten beiliegt?

Liegt den Spurplatten kein Teilegutachten bei, müssen Sie beim TÜV oder einer anderen Prüforganisation eine Einzelabnahme machen lassen.
Finanziell lohnt sich dies nur bei Bodykits oder Kotflügelverbreiterungen.
Für Spurplatten die auf der Serienkarosserie gefahren werden können, ist es meist günstiger sich einfach einen Hersteller mit dem passenden Teilegutachten zu suchen.

Was habe ich zu erwarten wenn ich die Spurplatten nicht eintragen lasse?

Trägt man die Spurplatten nicht ein erlischt die Betriebserlaubnis des Fahrzeuges.
Das kostet 50 Euro bzw. mit Verkehrsgefährdung 90 Euro und einen Punkt in Flensburg.
Es können jedoch weitere Kosten für einen Abschlepper und eine erneute TÜV-Begutachtung folgen.

Meine Reifen passen nicht in den Radkasten!

Die Lauffläche muss zwingend vom Radkasten bedeckt sein.
Ist dies nicht der Fall, erwartet einen ein Bußgeld in Höhe von 60 Euro und ein Punkt in Flensburg.
Mit etwas Sturz kann man Abhilfe schaffen.

Darf ich nach der Eintragung die Spurplatten verändern?

Nein die Spurplatten dürfen nach der erfolgreichen Abnahme nicht mehr verändert werden, ansonsten erlischt die Allgemeine Betriebserlaubnis(ABE).

Gibt es eine Alternative zu Spurplatten?

Eine Alternative zu Spurplatten wären Felgen mit einer geringeren Einpresstiefe
Jedoch dürfen nur Reifen die den Vorgaben des Herstellers entsprechen montiert werden.
Solche Reifen brauchen zwingend eine Bauartgenehmigung.

Muss man eine Spurverbreiterung eintragen lassen?
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