Migranten und Flüchtlinge finden ein Zuhause auf der verlassenen Formel-1-Strecke von Valencia in Spanien Image for article titled Migrants And Refugees Make A Home At Spain's Abandoned Valencia F1 Track

Foto: Paul Gilham (Getty Images)

Die spanische Rennstrecke Valencia Street Circuit war von 2008 bis 2012 fünf Jahre lang Schauplatz von Formel-1-Rennen, als sie als Austragungsort des Großen Preises von Europa bekannt war. Jetzt, wo der Motorenlärm verstummt ist, beherbergt die Rennstrecke jedoch eine ganz andere Gruppe von Menschen: Migranten, Flüchtlinge und Menschen ohne Aufenthaltsgenehmigung (), berichtet Al Jazeera.

Die in diesem Artikel enthaltenen Fotos sind wirklich atemberaubend. Migranten haben die Überreste der Rennstrecke – Dinge wie Absperrungen, aufgerissener Beton und Zäune – genutzt, um aus den Überbleibseln des einstigen hochfliegenden F1-Lebensstils behelfsmäßige Wohnräume zu schaffen. Die Stadtverwaltung schätzt, dass auf dem Gelände der F1-Rennstrecke noch etwa 50 weitere Menschen ohne Wohnung leben.

Hier ein kleiner Auszug aus dem Artikel:

“Ich habe es mir nicht ausgesucht, hier zu leben”, sagte Mohammed, ein Saharaui mittleren Alters, zu Al Jazeera, als er am Rande eines Kreises von Hütten mit Wänden aus Matratzen, Plastik, Holz- und Metallstangen im Zentrum der ehemaligen Formel-1-Strecke von Valencia stand.

“Ich brauchte einfach eine Chance zu arbeiten. Und hier habe ich eine kleine.”

Wenn Mohammed von seinem weniger als einen Kilometer entfernten spanischen “Zuhause” aus nach rechts schaut, kann er die massiven weißen Rundbögen des weltberühmten Komplexes der Stadt der Künste und Wissenschaften von Valencia sehen.

Auf der linken Seite ist die Skyline von Kränen und mehrstöckigen Hafengebäuden mit Blick auf das Mittelmeer gesäumt.

Vor ihm liegt das Gelände des Formel-1-Rennens, das zuletzt 2012 ausgetragen wurde, heute eine Einöde aus Asphalt, teilweise aufgerissenen Absperrungen und Beton sowie einem halben Dutzend kreisförmiger Hütten.

Die Rennstrecke ist zur Heimat für Menschen geworden, die in der Hoffnung auf Arbeit nach Valencia geflüchtet sind und stattdessen eine Stadt vorfanden, die ihnen keine Arbeit bieten konnte, nachdem Korruption ihren einstigen Überfluss zu Fall gebracht hatte. Ohne Arbeit gab es für diese Menschen keine Möglichkeit, Geld zu verdienen. Jetzt können sie es sich nicht mehr leisten, einen Platz zum Wohnen zu mieten. Der Mangel an Wohnraum verschärft ihre Probleme noch weiter, weshalb die Vereinten Nationen angemessenen Wohnraum als ein Menschenrecht aufführen.

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Der vollständige Al Jazeera-Artikel verdeutlicht, dass diese Flüchtlingslager nicht nur in Spanien zu finden sind, sondern dass der Kontrast zwischen dem Überangebot an F1 und dem derzeitigen Lebensstandard der Menschen, die diese Gegend ihr Zuhause nennen, so krass ist. Die Lektüre lohnt sich für jeden, der die Formel 1 verfolgt, eine Rennserie, die in der Vergangenheit viel Kritik einstecken musste, weil sie ihre ausschweifenden Partys in krisengeschüttelte Städte brachte.