Mercedes-Benz Autos warnen sich gegenseitig vor Schlaglöchern und meiden weniger gute Fahrzeuge Image for article titled Mercedes-Benz Cars Will Warn Each Other About Potholes, Shun Lesser Vehicles

Bild: Mercedes-Benz

Die Autos der Zukunft werden verdammt gesprächig sein. Und es ist ja nicht so, dass sie nicht schon jetzt auf kleine Weise kommunizieren und Daten an Google Maps, Waze und Co. senden, um sich gegenseitig (und uns dumme Säcke) über Verkehrsmuster, Hindernisse und andere Ärgernisse zu informieren. Die Dinge werden sich nur noch weiter in diese Richtung entwickeln – vor allem, weil die Autos einander immer mehr brauchen und uns immer weniger. Ich stelle mir vor, dass sie eines Tages hinter unserem Rücken in ihrer eigenen Geheimsprache gemeine Dinge über uns sagen werden.

Aber das liegt noch in ferner Zukunft. In der viel näheren Zukunft wird Mercedes-Benz diese Technologie nutzen, damit sich seine Produkte gegenseitig vor Schlaglöchern warnen können. Eine neue Funktion in der Car-to-X-Suite des Unternehmens wird es den neuen Modellen der C-Klasse, S-Klasse und des EQS ermöglichen, Schlaglöcher und Bodenwellen über ihre Fahrwerkssteuerungen zu registrieren und diese Daten dann in die Cloud zu übertragen, wo sie verwendet werden, um Mercedes-Fahrer in der Nähe zu warnen. Mercedes-Fahrzeuge ab Baujahr 2016 geben diese Warnungen etwa 10 Sekunden vor Erreichen der jeweiligen Gefahrenstelle weiter.

Das ist keine bahnbrechend neue Idee – Hersteller und OEMs diskutieren schon seit Jahren darüber und erwähnen regelmäßig Schlaglöcher als eines der Ärgernisse des modernen Autofahrens, die durch die Fahrzeug-zu-Fahrzeug-Kommunikation gemildert werden könnten. Dennoch hat es bisher noch niemand wirklich in die Praxis umgesetzt, was vielleicht bis zu einem gewissen Grad auf Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes zurückzuführen ist.

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Grafik: Mercedes-Benz

Abgesehen von Sicherheitsfragen würde man von einem Unternehmen in der Position von Mercedes erwarten, dass es in dieser Angelegenheit sehr besitzergreifend und proprietär ist, anstatt die Daten so zu teilen, dass sie den Fahrern aller Fahrzeuge zugute kommen können. Es ist eine vielversprechende Idee, die viel Gutes bewirken könnte, aber sie schreit nach einer offenen Plattform.

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Stellen Sie sich vor, es würde demokratisiert? Die freie Verfügbarkeit solcher Daten könnte Autofahrern platte Reifen, unnötige Reparaturrechnungen und sogar den einen oder anderen Unfall ersparen. Es würde Mercedes-Besitzern auch in anderer Hinsicht Geld sparen, denn das Unternehmen hat die Frechheit, für diese Warnungen Geld zu verlangen. Von der <a href=”https://media.daimler.com/marsMediaSite/en/instance/ko/Look-out-pothole-Mercedes-Benz-further-expands-Car-to-X-communication.xhtml?oid=50998304&ls=L2VuL2luc3RhbmNlL2tvLnhodG1sP29pZD05MjY2MzYxJnJlbElkPTYwODI5JmZyb21PaWQ9OTI2NjM2MSZyZXN1bHRJbmZvVHlwZUlkPTQwNjI2JnZpZXdUeXBlPXRodW1icyZzb3J0RGVmaW5pdGlvbj1QVUJMSVNIRURfQVQtMiZ0aHVtYlNjYWxlSW5kZXg9MSZyb3dDb3VudHNJbmRleD01JmZyb21JbmZvVHlwZUlkPTQwNjI4&rs=1″ target=”_blank” rel=”nofollow noopener”>Pressemitteilung:

Um den Dienst “Car-to-X” nutzen zu können, muss der Kunde ein Mercedes me connect Konto besitzen und den Dienst aktiviert haben. Erst dann werden die Daten im Fahrzeug registriert und die fahrzeugbezogenen Car-to-X-Daten an das Backend gesendet, wo sie anonymisiert werden. Der Dienst ist in den ersten drei Jahren kostenlos und kann dann gegen eine Gebühr verlängert werden. Mercedes-Benz Fahrer können den Dienst einfach über das Benutzerkonto im Mercedes me Portal oder in der Mercedes me App aktivieren oder deaktivieren. Dort können sie auch der Datenübermittlung widersprechen.

Schon heute kann das System nicht nur vor Schlaglöchern warnen, sondern auch Wissen über Unfälle, liegengebliebene Fahrzeuge oder Bedingungen wie Nebel und Starkregen weitergeben. Ehrlich gesagt erscheinen mir die meisten anderen Informationen, die übermittelt werden, entweder offensichtlich oder nicht besonders nützlich. Aber ich wage zu vermuten, dass sich nur wenige darüber beschweren würden, wenn sie über Schlaglöcher auf ihrem Weg Bescheid wüssten, bevor sie sie treffen. Dies ist eines der seltenen Beispiele für gute Technik in modernen Autos, die theoretisch jeder unterstützen kann.