Lotus kündigt vier EVs an und verlegt seine Technologieabteilung nach China€

Lotus hat mit der Ankündigung, vier neue Elektroautos zu bauen, einen großen Schritt in Richtung Mainstream gemacht – und nur eines davon ist ein Sportwagen. Zu den anderen gehören eine Limousine und zwei SUVs. Zusätzlich zu den neuen Produktankündigungen gab der Autohersteller bekannt, dass seine Lotus Technology Division ihren Hauptsitz in Wuhan, China, einrichten wird.

Ohne die Elise und mit dem Geld von Geely – der Muttergesellschaft von Volvo– in der Tasche, treibt Lotus seine ehrgeizigen Expansionspläne voran. Das Unternehmen kündigte an, seine Modellpalette um vier Elektroautos zu erweitern, die in der obigen Skizze zu sehen sind: einen SUV, der intern als Type 132 bezeichnet wird und 2022 auf den Markt kommen soll, eine Limousine, die als viertüriges Coupé vermarktet wird und als Type 133 bekannt ist und voraussichtlich 2023 auf den Markt kommen wird, einen zweiten SUV, der als Type 134 bezeichnet wird und 2025 sein Debüt feiern wird, sowie einen Sportwagen, der derzeit als Type 135 bezeichnet wird und angeblich 2026 auf den Markt kommen soll. Es ist nicht das erste Mal, dass Lotus wilde Behauptungen über seine Zukunft aufstellt, aber dieses Mal könnte das Unternehmen tatsächlich über die nötigen Mittel verfügen, um sie zu verwirklichen.

Wir wussten, dass ein SUV in der Pipeline war, und durchgesickerte Patentbilder haben vielleicht sein Außendesign enthüllt, aber die Limousine und das zweite hochbeinige Modell sind neue Ergänzungen in der Produkt-Roadmap des Unternehmens. Lotus erklärte, dass seine so genannten “Premium-Lifestyle”-Fahrzeuge (sprich: viertürige Modelle) alle auf einer neuen Plattform namens Lotus Premium aufbauen werden, die hochgradig modular sein soll. Ihr Radstand kann zwischen 114 und 122 Zoll variieren, und sie kann Batteriepakete mit einer Kapazität von 92 bis 120 Kilowattstunden aufnehmen. Es ist auch mit einem 800-Volt-Ladesystem kompatibel, und Lotus behauptet, dass Fahrzeuge, die auf der neuen Architektur aufgebaut sind, in der Lage sein werden, in weniger als drei Sekunden aus dem Stand 60 km/h zu erreichen.

Was die anderen Neuigkeiten betrifft, so bleibt Lotus zwar angeblich in Hethel, England, seinem historischen Sitz, ansässig, aber die Tochtergesellschaft Lotus Technology hat im August 2021 den Grundstein für eine neue Anlage in China gelegt. Lotus erklärte, dass die Abteilung gegründet wurde, um Batterien und Energiemanagementsysteme, Elektromotoren, elektrische Steuersysteme und andere EV-Komponenten zu entwickeln.

Die Investition <a href=”https://www.autoblog.com/2019/

01/17/lotus-made-in-china-geely/” target=”_blank” rel=”nofollow noopener”>in Wuhan statt in Hethel wird sicherlich mehr als nur ein paar Augenbrauen aufwerfen. Mit diesem Schritt rückt Lotus näher an seine Muttergesellschaft und einige seiner wichtigsten Investoren, wie z. B. Nio, heran und entfernt sich gleichzeitig von seiner historischen Heimat und seinen wichtigsten Märkten. Überraschenderweise erklärte das Unternehmen, dass es viele gemeinsame Interessen mit Nio teilt (einem der Autohersteller, der hofft, Chinas Antwort auf Tesla

zu werden), und deutete an, dass die beiden Marken mögliche Bereiche der Zusammenarbeit erkunden könnten.

Lotus Technology wird seinen Hauptsitz in Wuhan, China, im Jahr 2024 einweihen, aber das ist nicht die einzige große Investition in diesem Gebiet. Lotus baut außerdem eine 1,24 Millionen Dollar teure Fabrik in Wuhan, die später im Jahr 2021 eröffnet werden soll. Die erwähnten “Premium-Lifestyle”-Modelle werden alle aus Wuhan kommen, so das Unternehmen, und es klingt so, als würden sie auf der ganzen Welt verkauft werden. Amerika wurde in der Ankündigung nicht erwähnt, aber Lotus erklärte gegenüber Autoblog, dass jedes neue Auto

des Produktplans 2020 weltweit erhältlich sein wird.

Bei Bedarf kann das Werk bis zu 150.000 Autos pro Jahr bauen, was im großen Rahmen eine absolut gewaltige Zahl ist. Zum Vergleich: Lotus hat rund 55.000 Einheiten der Elise, des Exige und des Evora

gebaut, was mehr als der Hälfte aller Fahrzeuge entspricht, die das Unternehmen seit seiner Gründung im Jahr 1948 produziert hat. Es liegt auf der Hand, dass die Verlagerung von Lotus aus dem Vereinigten Königreich nach China ein Weg ist, um aus der Nische herauszukommen und Volumen zu erreichen.

England wird nicht ganz aus der Gleichung gestrichen werden. Das Werk in Hethel wird für die Entwicklung und den Bau von Sportwagen zuständig sein, wie dem Evija in limitierter Auflage

und – vermutlich – dem Type 136, den wir in der zweiten Hälfte des Jahrzehnts sehen werden. Bei diesen Modellen handelt es sich um Kleinserien; die Kernfahrzeuge werden alle das Label “Made in China” tragen.

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