Lotus hat uns schon einmal verbrannt, aber dieses Mal ist es anders€ Image for article titled Lotus Has Burned Us Before But This Time It's Different

Bild: Lotus Cars

Es ist 11 Jahre her, dass Dany Bahar auf dem Pariser Autosalon sechs verschiedene Lotus-Konzeptfahrzeuge vorgestellt hat: Ethos, Eterne, Esprit, Elan, Elise und Elite. Kein einziges davon wurde jemals verwirklicht, und Lotus machte weiter, als hätte es Paris 2010 nie gegeben, nachdem Dany das Unternehmen verlassen hatte. Am Dienstag hat Lotus die ehrgeizige Ankündigung gemacht, dass es vier neue Elektrofahrzeuge entwickelt – zwei SUVs, eine Sportlimousine und einen Sub-Evija Sportwagen – die alle in einer neuen Anlage in Wuhan, China, gebaut werden sollen.

Es ist schwer, die Verbindung zu Dany Bahars wilder Vision von Lotus aus dem Jahr 2010 nicht herzustellen, aber es gibt einen wichtigen Unterschied zwischen damals und dem heutigen Lotus. Der Lotus von heute hat tatsächlich Geld. Wo das Unternehmen einst unter dem Besitz des winzigen malaysischen Autoherstellers Proton kämpfte, wurde es inzwischen an Chinas Geely verkauft, das einen Mund hat, der dicke Schecks ausstellt, und einen Arsch, der sie auch einlösen kann.

Lotus hat erklärt, dass die beiden SUVs und die Limousine alle auf derselben neuen modularen Plattform “Lotus Premium” basieren werden, deren Radstand von 114 auf 122 Zoll verlängert werden kann und die Batterien mit einer Kapazität von bis zu 120 kWh aufnehmen kann. Lotus behauptet, dass diese neue Plattform mit 800-Volt-Hochgeschwindigkeitsladungen kompatibel ist, und jedes dieser Fahrzeuge kann optional mit einer 0-60-Zeit unter drei Sekunden ausgestattet werden. Es ist ziemlich einfach zu erraten, dass Lotus hier direkt auf Porsche zielt, wobei der größere der beiden SUVs auf das Cayenne Coupé abzielt und der kleinere auf den kommenden Macan EV.

Image for article titled Lotus Has Burned Us Before But This Time It's Different

Bild: Lotus Cars

Das neue Lotus-Werk, das noch in diesem Jahr in Wuhan eröffnet werden soll, ist im Vergleich zu den derzeitigen Strukturen des Unternehmens in Hethel eine riesige Anlage. Das neue Werk ist in der Lage, bis zu 150.000 Autos pro Jahr zu bauen, das sind mehr Autos als Lotus jemals in seiner gesamten Geschichte verkauft hat, die 1948 begann. Offensichtlich möchte Geely den jährlichen Fahrzeugabsatz der Marke Lotus so steigern, dass er dem historisch bedeutenden Namen entspricht. Es ist nicht die schlechteste Idee, die Gewinne aus 70 Jahren Motorsport für Lotus einzulösen, um SUVs und Limousinen zu verkaufen. Bei Porsche hat es vor 15 Jahren funktioniert.

G/O Media könnte eine Provision erhalten

Neben dem Werk wird ein neuer Hauptsitz von Lotus Technology entstehen, der 2024 eröffnet werden soll und wie das Rendering oben aussieht. Der erste Spatenstich erfolgte im August und soll das elektrische Verständnis des Unternehmens vorantreiben. Das Zentrum wird für die Entwicklung von Batterien, Energiemanagementsystemen, Elektromotoren, Steuergeräten und vielem mehr genutzt werden. China setzt voll auf die Elektromobilität, und so ist es nur logisch, dass Lotus dort mitmischen will, wo die ganze Action stattfindet. </pDie

Briten in Hethel werden weiterhin für den Bau der Kleinserien-Sportwagen des Unternehmens verantwortlich sein, wie z. B. für das Elektro-Hypercar Evija, den kommenden Emira und vermutlich auch für den heute angekündigten, derzeit namenlosen Elektro-Sportwagen “Type 136″. Über die Zukunft der Marke Lotus ist nur wenig bekannt, aber es sieht ganz danach aus, dass sie elektrisch und ‘Made in China’ sein wird.