EV-Safaris versprechen sauberere, leisere Wildtier-Touren

Safaris können Ihnen helfen, die Natur zu sehen, aber sie stören sie auch – die lauten, stinkenden Fahrzeuge können die Tiere stören und der Umwelt schaden. Sie werden jedoch schnell weniger störend. Reuters berichtet, dass das kenianisch-schwedische Unternehmen Opibus im kenianischen Masai-Mara-Nationalreservat Diesel- und Gas-Safarifahrzeuge in elektrische Modelle umwandelt.

Die umgerüsteten Elektroautos sind nicht nur leiser, sondern rumpeln auch nicht und stoßen keine üblen Gerüche aus, die die Tiere aufschrecken (oder den Fahrern sogar Unbehagen bereiten) könnten. Viele der anderen Vorteile von Elektroautos kommen auch hier zum Tragen. Die von Opibus vorgenommenen Umrüstungen verursachen keine CO2-Emissionen, und das Unternehmen behauptet, dass Elektromotoren die Betriebskosten um die Hälfte senken, da der Kraftstoff und andere Wartungsarbeiten, die bei Gas- und Dieselmotoren anfallen, entfallen.

Opibus ist das einzige Unternehmen, das diese Umrüstungen in Kenia durchführt, und hat bisher nur 10 Fahrzeuge elektrifiziert. Es gibt auch praktische Herausforderungen bei der Einführung von Safari-Elektrofahrzeugen. Die afrikanischen Stromnetze sind nicht immer zuverlässig, und das Aufladen eines E-Fahrzeugs in einem Naturschutzgebiet ist nicht so einfach wie das Auffinden einer öffentlichen Tankstelle. Hinzu kommt die einfache Frage der Reichweite – Safariunternehmen können sich nicht unbedingt stundenlange Ausfallzeiten leisten, um die Fahrzeuge zwischen den Touren aufzuladen.

Dennoch kann man sich gut vorstellen, dass sich Elektrofahrzeuge in Kenia, Südafrika und anderen Ländern, in denen der Safaritourismus eine wichtige Rolle spielt, durchsetzen werden. Je weniger störend die Fahrzeuge sind, desto wahrscheinlicher ist es, dass die Wildtiere ungehindert weiterziehen können. Das ist sowohl für die Tiere als auch für die Touristen gut, die hoffen, Elefanten und Löwen zu sehen, die sich sonst vielleicht fernhalten würden.

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Dieser Artikel von J. Fingas erschien ursprünglich auf Engadget.

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