Elektro-Sportwagen Piech GT bereitet sich auf die Markteinführung 2024 vor€

Auf dem Genfer Automobilsalon 2019 stellte sich Anton Piëch mit dem Konzept Piëch Automotive Mark Zero der Weltöffentlichkeit vor. Der Mann ist ein Sohn des verstorbenen Volkswagen Konzernchefs Ferdinand Piëch und nennt sich Toni. Alles, was er uns über das zweitürige Coupé mit dem zeitlosen Langhauben-Kurzheck-Design verriet, war, dass es etwa 4.000 Pfund wiegen und mit einer Ladung mehr als 300 Meilen weit fahren würde. Mehr als zwei Jahre später, nach Verzögerungen durch den Koronavirus und einigen Finanzierungsrunden, ist der Mark Zero bereit, in die Prototypentestphase einzutreten, mit einem neuen Namen und einigen schillernden Angaben.

Unter dem Namen Piëch GT ist das Grundkonzept dasselbe wie in Genf: Zwei Türen, zwei Sitze, T-förmig angeordnete Batterien entlang eines Mitteltunnels im Cockpit und an der Hinterachse sowie drei 150 kW (201 PS) starke Elektromotoren. Ein Motor sitzt an der Vorderachse, die beiden anderen an der Hinterachse, was zusammen 603 PS ergibt, und die Gewichtsverteilung ist ähnlich wie bei einem Mittelmotor-Sportwagen: 40 % vorne, 60 % hinten. Das Gewicht liegt bei 1.800 Kilogramm und damit etwa auf dem Niveau eines Aston Martin DBS. Im Vergleich zu einem Porsche 911 ist der GT 5,5 Zoll kürzer, 6 Zoll breiter und sitzt 2 Zoll tiefer. Der Spurt von Null auf 100 km/h soll in weniger als drei Sekunden gelingen, und der Spurt von 0 auf 124 km/h dauert weniger als neun Sekunden.

Die Batterie des chinesischen Unternehmens Desten hat eine Kapazität von 75 Kilowattstunden und soll den GT im europäischen WLTP-Zyklus mit einer Ladung 500 Kilometer weit bringen. Laut Piëch sorgt die Pouch-Technologie der Batterie für ein geringes Gewicht und ein verbessertes Wärmemanagement, und die Chemie hat sich in den Jahren seit dem Debüt des Coupés erheblich weiterentwickelt. An einem 350-kW-Schnellladegerät lassen sich 80 % der Batterieladung in acht Minuten wiederherstellen. Piëch sagt, dass es mit dem chinesischen Unternehmen TGOOD an einem eigenen Ladegerät arbeitet, das 80 % der Batterie in fünf Minuten wieder aufladen kann.

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Das wäre eine gute Nachricht, aber Piëch hat es nicht eilig, dies zu beweisen. Toni Piëch sagte, dass das Unternehmen eine Reihe von Prototypen testen wird, wie es jeder deutsche Luxushersteller tun würde. Das bedeutet, dass der GT 2,5 Jahre lang extremen Bedingungen ausgesetzt sein wird, bevor er 2024 in den Handel kommt. Piëchs CTO Klaus Schmidt leitet die Entwicklung. Er war 30 Jahre lang bei BMW M tätig, davon einen Teil als Verantwortlicher für Technik und Fahrdynamik.

Der ehemalige <a href=”https://www.autoblog.com/tesla/” target=”_blank”

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für Mitteleuropa, Jochen Rudat, leitet die Vertriebsabteilung von Piëch. Das Unternehmen plant 60 eigene Verkaufsstellen, so wie Tesla sie gebaut hat, und hat bereits externe Firmen für den Kundendienst verpflichtet. Die Absatzzahlen sind bescheiden: Für das erste volle Verkaufsjahr sind 1.200 Einheiten geplant. Danach arbeitet Piëch bereits an einem SUV und einem 2+2, die auf der gleichen Plattform basieren sollen.

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