Die neue Regel der Formel 1 wird dafür sorgen, dass junge Fahrer ihre Chance bekommen Image for article titled Formula 1's New Rule Will Make Sure Young Drivers Get Their Shot

Foto: Yuri Kochetkov/Pool (Getty Images)

Was wäre die Formel 1 ohne Leute wie Lando Norris, George Russell, Charles Leclerc und, muss ich das noch erwähnen, Max Verstappen? Ich will gar nicht darüber nachdenken. Diese jungen Leute liefern jedes Wochenende eine tolle Show ab, übertreffen regelmäßig die hohen Erwartungen und brechen mir gelegentlich das Herz. Aber das ist in Ordnung, denn jeder Sieg oder jede Enttäuschung – ob groß oder klein – ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zu Rennsiegen und möglicherweise Meisterschaften.

Wir würden heute nicht über einen dieser Fahrer sprechen, wenn sie nicht ihre Starthilfe bekommen hätten, und eine wichtige neue Vorschrift für die Saison 2022 soll sicherstellen, dass diese Starthilfe auch für zukünftige Stars gilt. Laut Chris Medland von Racer wird die Formel 1 vorschreiben, dass jedes Team einen Fahrer, der noch nie an einem Grand Prix teilgenommen hat, im nächsten Jahr in zwei Freien Trainings (FP1) einsetzen muss.

Zwei FP1-Sitzungen mögen unbedeutend erscheinen, wenn man bedenkt, dass die Länge der Vorsaisontests in den letzten zehn Jahren immer weiter reduziert wurde. Dieser Trend wurde in jüngster Zeit natürlich teilweise durch die Pandemie beeinflusst, ist aber auch der Kostenbegrenzung geschuldet. Vor der Saison 2021 fanden in Bahrain nur drei Testtage statt, und 2022 wird es zwei mehrtägige Testblöcke in Barcelona und Bahrain geben, die insgesamt sieben oder acht Tage dauern dürften. Wenn man ein Jahrzehnt zurückgeht, wurden vor der Saison 2011 15 Testtage abgehalten, wobei spezielle Tests für junge Fahrer und Reifentests ausgenommen waren.

Wenn die Teams mit weniger Wissen in das erste Rennwochenende des Jahres gehen, gibt es in der Regel mehr Überraschungen und die Startreihenfolge wird weniger vorhersehbar. Aber 2022 wird es schwieriger sein, damit durchzukommen, wenn die neuen Aeroregeln in Kraft treten. Junge Fahrer wie Callum Ilott (Alfa Romeo) und Guanyu Zhou (Alpine), die zwar schon einige Erfahrungen bei Testfahrten gesammelt haben, aber noch keine Rennen gefahren sind, werden im Grunde alles neu lernen müssen, was sie aus ihrer begrenzten Erfahrung mit den bestehenden F1-Autos gelernt haben, denn die mit Bodeneffekten ausgestatteten Chassis werden sich ab dem nächsten Jahr ganz anders verhalten als die heutigen.

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Die Konstrukteure werden frei entscheiden können, wann sie ihre jungen Fahrer ihre Pflichttrainings absolvieren lassen. Ich vermute, dass sie für die führenden Teams vor allem zu Beginn der Saison stattfinden werden, wenn weniger auf dem Spiel steht. Laut Racer haben Andreas Seidl von McLaren und Toto Wolff von Mercedes die Entscheidung sehr unterstützt. Wolff drückte es folgendermaßen aus:

“Wir müssen den jungen DrDas gibt mir die Möglichkeit, während des Rennwochenendes etwas mehr Stress zu haben, mich mit den anderen in der Garage zu vergleichen und mit dem Team zu arbeiten”, sagte Wolff. “Ich begrüße das Reglement für das nächste Jahr sehr.”

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Frederic Vasseur, Teamchef von Alfa Romeo, unterstützte die neue Regel ebenfalls, als er vor zwei Wochen danach gefragt wurde, bevor die Anzahl der Sitzungen festgelegt wurde. Er gab jedoch zu bedenken, dass die Betonung des FP1 die Fahrer daran hindern könnte, das Auto so hart zu fahren, wie sie es brauchen, um sich mit ihm vertraut zu machen. Von GPFans Global:

“Es ist die beste Erfahrung, die wir den Kindern geben können, und ich bin mir nicht sicher, ob das FP1 eine sehr relevante Session ist.

“Wir haben in der Vergangenheit viel mit Charles [Leclerc] und Antonio [Giovinazzi] und Callum [Ilott] gemacht, aber es ist nicht immer einfach, weil sie ins Auto springen und nicht stürzen dürfen, weil wir zwei Stunden später FP2 haben.

“Das bedeutet, dass der erste Punkt lautet: ‘Jungs, ihr dürft nicht stürzen’.”

Der Grund dafür, dass das Training der jungen Fahrer im FP1 stattfinden muss, liegt in den Sprint-Rennwochenenden. In diesen Fällen findet das FP2 am Samstag nach dem traditionellen Qualifying statt, das nach dem FP1 am Freitag stattfindet. Das ist ein weiterer Punkt, über den die Formel 1 vielleicht nachdenken sollte, wenn sie sich ernsthaft fragen will, ob sich Sprintrennen wirklich lohnen, auch wenn diese Diskussion im Moment überflüssig zu sein scheint. Die FP1-Lösung mag nicht perfekt sein, aber sie ist dennoch notwendig, und die zukünftigen Talente der Formel 1 brauchen alle Sitzzeit, die sie bekommen können.