Der Silk-FAW S9 denkt, er könne es mit Ferrari und Lamborghini aufnehmen Image for article titled The Silk-FAW S9 Thinks It Can Take On Ferrari And Lamborghini

Screenshot: Silk-FAW

Eine Binsenweisheit in der Automobilbranche ist, dass es immer wieder übermütige Emporkömmlinge gibt, die glauben, sie hätten eine Chance, die etablierten Schwergewichte zu besiegen. Zu diesen Emporkömmlingen gehören in der Regel Führungskräfte, die früher bei diesen Schwergewichten gearbeitet haben, und Silk-FAW, ein amerikanisch-chinesisch-italienisches Startup-Unternehmen, das einen Supersportwagen namens S9 herstellt, ist da nicht anders.

Das Auto wurde von Walter de Silva entworfen, der früher bei der Volkswagen-Gruppe Autos entworfen hat. Ehemalige Ferrari-Führungskräfte arbeiten in dem Unternehmen, ebenso wie ehemalige Lamborghini-Führungskräfte. Der S9 wird über einen V8-Motor mit 880 PS und Elektromotoren mit weiteren 620 PS verfügen. Es sind noch weitere Fahrzeuge geplant, die in China gebaut werden sollen, darunter ein SUV, ein Cabrio und ein Coupé, die jedoch alle elektrisch angetrieben werden sollen.

Den Anfang macht jedoch der S9, der laut Automotive News vom Mittwoch im September auf der Mailänder Designwoche vorgestellt werden soll, denn Automessen sind heutzutage im Grunde bedeutungslos. Der S9 wird 1,5 Millionen Euro kosten, also etwas weniger als 1,8 Millionen Dollar. Das ist ein sehr direkter Schuss gegen Ferrari und Lamborghini.

Der S9 wird in der neuen Fabrik des Joint Ventures im so genannten “Motor Valley” in Reggio Emilia gebaut werden. Das Werk liegt 27 Meilen nordwestlich von Maranello, dem Sitz von Ferrari, und 32 Meilen westlich von Lamborghinis Hauptsitz in Sant’Agata Bolognese. Die Luxusmarke Maserati und der Motorradhersteller Ducati haben ebenfalls Niederlassungen in der Region.

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Silk-FAW investiert zunächst 1 Milliarde Euro (1,2 Milliarden Dollar) in die Entwicklung des S9 und S7 sowie in den Bau einer Produktionsstätte und eines Forschungs- und Entwicklungszentrums in Reggio Emilia.

Die Bauarbeiten sollen bis Ende des Jahres beginnen. Der Komplex wird auch eine kleine Teststrecke umfassen.

Selbst in den besten Zeiten ist es schwer zu wissen, was man von Autostartups halten soll, da die große Mehrheit von ihnen scheitert. Und das gilt sogar für diejenigen, die es nicht auf Ferrari und Lamborghini abgesehen haben, denn in der Autowelt kommt man zu den Königen und es ist in Ordnung, wenn man sie verfehlt. Die meisten tun es. In der Zwischenzeit scheinen Ferrari, Lamborghini, die Deutschen und andere einfach weiterzumachen.

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