Das Audi Grandsphere Concept beweist, dass EVs auch Boote sein können€ Image for article titled The Audi Grandsphere Concept Proves EVs Can Be Boats, Too

Bild: Audi

Am Donnerstag enthüllte Audi den Grandsphere: ein viertüriges EV-Konzept, das die Marke als “Privatjet für die Straße” bezeichnet und das sie nächste Woche auf der IAA in München vorstellen will. Wie Sie sehen können, ist es obszön groß.

Mit 17,6 Fuß Länge ist der Grandsphere nur einen Fuß kürzer als ein Chevy Suburban und mit 6,6 Fuß genauso breit. Außerdem weist er ein Fastback-ähnliches Profil auf und ist auf die Idee der Stufe 4 der Autonomie ausgelegt. Er ist ganz einfach ein Wirrwarr von Widersprüchen.

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Bild: Audi

Der Innenraum, so Audi, ist das Herzstück des Grandsphere. “Der Antrieb und das Handling stehen bei dieser neuen Fahrzeuggeneration nicht mehr an der Spitze des Lastenheftes”, heißt es in der Pressemitteilung. “Stattdessen ist der Ausgangspunkt der Innenraum, die Lebens- und Erlebniswelt der Insassen während der Fahrt.”

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Das erklärt, warum man auf einigen dieser Renderings kein Lenkrad sieht; es ist hinter einer Platte im Armaturenbrett versteckt, wenn es nicht gebraucht wird. Die hinteren Beifahrertüren sind hinten angeschlagen; sie sehen auch nur halb so groß aus wie die vorderen Türen, die lächerlich lang sind. Im Innenraum befindet sich eine Topfpflanze, denn in Zukunft werden wir alle genau eine Pflanze in unseren Autos haben. Außerdem gibt es viel Holz und hellen Stoff. Es sieht nach einem angenehmen Ort aus, mit all der Wärme des schönsten Vorführraums bei Ikea. Vor allem für die Passagiere auf den Vordersitzen, denn die Fondpassagiere müssen sich eine arschflache Sitzbank teilen.

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Bild: Audi

In der Tat sagt Audi, dass der Grandsphere von der Erfahrung im Innenraum geprägt ist – der nicht wirklich zum Fahren gedacht ist, denn das werden Sie die meiste Zeit nicht tun. Alles, was darüber hinausgeht, so sagt man uns, ist zweitrangig. Wenn das der Fall ist, muss ich mich fragen, warum das Äußere so aussieht, wie es aussieht. Wenn ein Maximum an Platz und Komfort das Ziel ist, warum gibt es dann einen absurd langen hinteren Überhang, wenn das Dach bis nach hinten reichen könnte? Verdammt – wenn dies ein EV ist, warum gibt es dann vorne so viel Platz für eine Motorhaube?

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Bild: Audi

Elektroautos können riesige Kisten auf Rädern sein, besonders wenn sie autonom fahren sollen.

ous robotaxis oder was auch immer. Aber das hat in der Vergangenheit die Öffentlichkeit nicht sonderlich beeindruckt. Und so habe ich das Gefühl, dass Audi auf dieser Mission ist, zu beweisen, dass Elektroautos genauso irrational sein können wie die riesigen amerikanischen Coupés aus der Mitte oder dem Ende des 20.

Jahrhunderts.

Wer will schon ein sinnvolles Elektroauto?

Natürlich ist Audi hier bei weitem nicht der einzige Übeltäter, und wir haben dieses Verhalten auch schon bei gewöhnlichen Serienfahrzeugen gesehen. Zum Beispiel der Kia EV6, ein völlig harmlos aussehender Crossover, der in der GT-Ausstattung angeblich in 3,5 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h

beschleunigt. Das muss er nicht, aber wenn er das nicht könnte, würden viel weniger Leute über ihn reden.

Laut Audi basiert der Grandsphere auf der Premium Platform Electric-Architektur, die ihm eine Batteriekapazität von 120 kWh, eine 800-Volt-Ladung und eine Reichweite von 466 Meilen ermöglichen soll. Zumindest theoretisch, denn bei Konzepten wie diesen geht es nur um die Theorie. Die technischen Daten sind eigentlich egal, und die Tatsache, dass es keinen Sinn macht, ist auch nicht weiter schlimm.