Alles zum Thema Felgen eintragen

Felgen eintragen

Tuningfreunde kennen es: Gerade neue Felgen gekauft, auf das Auto geschraubt und zum Vorzeigen durch die Stadt gefahren. Da erscheint aus dem Nichts die Polizei und winkt zur Kontrolle raus. Grund für die Kontrolle ist kein defektes Rücklicht, sondern die gerade montierten Felgen. Ob man nun ein Bußgeld zahlen muss oder mit einem Lächeln weiterfahren kann, kommt darauf an, ob auch alles beachtet wurde.

Die Allgemeine Betriebserlaubnis

Egal ob BBS Felgen, OZ Felgen, Felgen von Borbet oder Schmidt, die ABE muss mit. Jeder Felgenhersteller ist genauso auf die ABE angewiesen wie der Käufer. Damit ein Felgenhersteller seine Felgen verkaufen darf, muss ihm die Genehmigung des Kraftfahrtbundesamtes vorliegen. Diese allgemeine Betriebserlaubnis wird dann gemeinsam mit den Felgen an den Kunden ausgeliefert.

Für den Käufer der Felgen ist die ABE deshalb wichtig, damit er bei einer Polizeikontrolle nachweisen kann, dass die Erlaubnis zum Verwenden der Felgen vorliegt. Es ist dabei jedoch zu beachten, dass die Felgen auch wie vorgeschrieben montiert wurden. Kann eine allgemeine Betriebserlaubnis nicht vorgelegt werden, weil der Hersteller keine mitgeliefert hat, sie verloren gegangen ist oder vergessen wurde, kann die Polizei ein Bußgeld verlangen, oder das Fahrzeug an Ort und Stelle stilllegen.

Ist der Fall eingetreten, dass keine allgemeine Betriebserlaubnis gemeinsam mit den Felgen geliefert wurde oder diese verloren gegangen ist, kann man über den Hersteller diese anfordern. Sollten allerdings keine Informationen über den Felgenhersteller vorliegen, können mithilfe der KBA-Nummer die Herstellerinformationen beim Kraftfahrtbundesamt eingeholt werden. Die KBA-Nummer befindet sich in den meisten Fällen auf der Vorderseite der Felge.

Diese Betriebserlaubnis gibt es in zwei Varianten. Die eine Variante ist mit A01, und die andere ist ohne A01. Hat man eine Betriebserlaubnis mit A01, dann ist der nächste Weg nach dem Montieren der Felgen, der Gutachter. Der Gutachter wird zwar die Änderung begutachten, jedoch keine Eintragung in die Fahrzeugpapiere vornehmen. Die Eintragung ist dann der nächste Weg. Hat man eine Erlaubnis ohne A01, dann ist eine Änderungsabnahme durch den Gutachter nicht notwendig.

Fährt man ohne dieser Erlaubnis, muss damit gerechnet werden, dass ein Bußgeld bis zu 90 Euro fällig wird.

Felgen eintragen lassen oder nicht?

Um herauszufinden, ob die Felgen für das vorgesehene Fahrzeug eingetragen werden müssen oder keine Eintragung nötig ist, kann man auf der allgemeinen Betriebserlaubnis der Felgen nachlesen. Ist das entsprechende Fahrzeug aufgelistet, ist auch zu beachten, ob es Extraauflagen gibt, die zu beachten sind.

Auf der Betriebserlaubnis befindet sich eine Tabelle, auf der die zugelassenen Fahrzeugtypen links, und die Extraauflagen wie kW-Bereiche sowie Reifengrößen rechts daneben zu finden sind.

Sollte das Fahrzeug auf der Betriebserlaubnis stehen und alle Bedingungen erledigt sein, ist dennoch darauf zu achten, dass das Auto im Originalzustand ist, oder es bereits Veränderungen gab. Der Grund ist, dass die allgemeine Betriebserlaubnis nur für originale Fahrzeuge gültig ist. Bei veränderten Fahrzeugen muss der TÜV trotz der Erlaubnis die Felgen eintragen.

Das Eintragen ist natürlich mit Kosten verbunden. Ist ein Teilegutachten und die Betriebserlaubnis vorhanden, liegen die Kosten zwischen 35 und 70 Euro. Hat man kein Gutachten, dann muss man je nach Prüfaufwand mit ungefähr 120 Euro aufwärts rechnen.

Ist ein Teilgutachten überhaupt notwendig?

Ein Teilgutachten ist dann erforderlich, wenn ein Umbau von Felgen erfolgt, welche eine andere Größe, Breite usw. als die eingetragenen haben. Dieses Gutachten ist im Gegensatz zu der allgemeinen Betriebserlaubnis auch bei Felgen erhältlich, welche wie erwähnt, andere Dimensionen als die Originalen aufweisen. Sind die neuen Felgen also größer oder breiter, muss zu der mitgelieferten Betriebserlaubnis ein Extragutachten erstellt werden. Nur so ist eine vollständige Betriebserlaubnis gewährleistet.

In Deutschland verboten?

Oft tritt der Fall ein, dass im Internet oder Tuningtreffen Fahrzeuge gesehen werden, dessen Felgen zum Verlieben einladen in Deutschland (im öffentlichen Straßenverkehr) allerdings verboten sind. Nicht immer ist einem bewusst, dass die Felgen in Deutschland nicht ohne Weiteres gefahren werden dürfen, was jedoch vor dem Felgenkauf prüfbar ist.

Die Felgen, welche in Deutschland wegen ihrer Konstruktion verboten sind, werden nach dem Kauf auch ohne der allgemeinen Betriebserlaubnis verschickt. Es sollte im Voraus klar sein, dass man auf diese Felgen auch meist keine Betriebserlaubnis oder ein Teilegutachten bekommen wird.

Einzelabnahme ohne ABE und Teilegutachten

Eine Einzelabnahme ist dann von Nöten, wenn zu den Felgen weder ein Teilegutachten noch eine Betriebserlaubnis vorliegt. In dem Fall müssen die Felgen beim TÜV oder der DEKRA einzeln geprüft und abgenommen werden. Hierbei sollte vorher bedacht werden, dass eine solche Abnahme relativ teuer werden kann.

Bevor man sich dazu entschließt eine Einzelabnahme durchführen zu lassen, ist es ratsam, sich vorher beim TÜV oder der Dekra über Preise zu informieren und anzufragen, wie wahrscheinlich es ist, dass die Felgen überhaupt abgenommen werden. Der Preis ist sehr unterschiedlich. Jedoch kann eine solche Abnahme gut und gerne 120 Euro kosten.

Die EC-Betriebserlaubnis

Unter Kennern ist die EC-Betriebserlaubnis auch unter der Bezeichnung “E-Prüfzeichen” bekannt. Dies ist die bequemste Art und Weise, bei einer Polizeikontrolle ohne Probleme die angebauten Felgen als zulässig vorzuweisen. Bequem ist es deshalb, weil Autoteile, die mit dem ECE-Prüfzeichen versehen sind, weder das Mitführen der allgemeinen Betriebserlaubnis oder des Teilegutachtens erfordern. Außerdem müssen die Felgen, die solch ein Prüfzeichen besitzen, nicht in die Fahrzeugpapiere eingetragen werden.

Bekannte Felgenhersteller

Viele Marken wie BBS Felgen, OZ Felgen, Borbet oder Schmidt sind unter Autoliebhabern bekannt und weit verbreitet. Dennoch sind Felgen von bekannten Herstellern weder von Teilegutachten, Eintragungen, der EC-Betriebserlaubnis oder der allgemeinen Betriebserlaubnis befreit. Auch hier muss darauf geachtet werden, dass alle Richtlinien genaustens befolgt werden, um problemfrei durch den TÜV und Polizeikontrollen zu kommen.

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